Projekte sind bei uns Arbeitspakete, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen und die sich einem ganz spezifischen Thema widmen. In der Regel sind wir bei unseren Projekten bemüht, diese mit einem Netzwerk von kompetenten Partnern zu bearbeiten, um eine entsprechende Qualität abzusichern. Manche Projekte waren schon aktiv weit bevor der Verein Ester gegründet wurde. Dies ist in ihrem Thema begründet.
Versöhnung ganz praktisch
Das Projekt Versöhnung ganz praktisch ist eine Interviewsammlung mit verschiedensten Partnern, die aus einer ganz eigenen Perspektive nach ihren Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema interviewt werden. Erster Partner ist der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen Herr Prof. Dr. Reinhard Schramm.
Ester-Camp
Im Ester-Camp werden sich über mehrere Tage Jugendliche aus den verschiedensten Glaubensrichtungen treffen, um für sich selbst den besten Weg für ein konstruktives und vertrauensvolles Miteinander zu finden und dies in eine Roadmap fließen zu lassen. Als Rückschluss wird es u.a. Diskussionen mit ihren Landsleuten in ihren urbanen Heimatregionen per Video-Konferenz geben.
Persische NS-Opfer
Im Dritten Reich gab es nach heutigen Forschungen wohl insgesamt 44 persische NS-Opfer. Drei davon im ehemaligen KZ Buchenwald. Wir versuchen mit einem Netzwerk von Archiven und Instituten diese Opfer wieder sichtbar zu machen, indem wir nicht nur ihre Namen finden, sondern ihr Leben und ihre Schicksale weitestgehend rekonstruieren. Dies ist umso anspruchsvoller und interessanter als die aktuell herrschende politische Meinung des Iran bis heute versucht den Holocaust zu leugnen und zu verdrängen. Dadurch wird sich dieses Material in ganz besonderer Weise zur Aufklärung eignen.
Das Dreieck Hamadan – Erfurt – Haifa
Bei dem Besuch von Hamadan und der dortigen Grablege von Königin Ester und ihrem Onkel Mordochai als eines der wichtigsten jüdischen Wallfahrtsorte außerhalb von Israel entstand nicht nur die zu einer entsprechenden Initiative, sondern auch das Städtedreieck lag quasi auf der Hand. Hamadan und Erfurt als Städte mit sehr historischen jüdischen Sakralbauten und dann Haifa als israelische Partnerstadt von Erfurt. Dieses Städtedreieck Hamadan – Erfurt – Haifa ist einer der Grundsteine unseres Vereins, verengt aber nicht den muslimischen Zugang nur auf die Schiiten.
Filmprojekte
Kaiser Wilhelm II. – ein Dschihadist?
Dieser Dokumentarfilm von Dr. Markus Schlaffke beschäftigt sich mit dem Schicksal muslimischer Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg in Deutschland. Durch die damalige Politik der Reichsregierung stellt sich die zugegebenermaßen überraschende Frage, ob Kaiser Wilhelm II. ein Dschihadist war?
Die Kinder von Teheran
Auf Einladung von Lantern e.V. besuchen wir am 09.05. 2026 im Erfurter Theater den Film „Die Kinder von Teheran“. Er handelt vom Schicksal polnisch-jüdischer Kinder, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs im Iran eine Zuflucht gefunden haben.
Interreligöse Begegnung an Schulen
Wir haben uns vorgenommen mit unserer Botschaft auch in die Schulen zu gehen, um mit den Jugendlichen direkt darüber zu diskutieren. Unter Umständen kann dies auch mit einem Filmprojekt verbunden werden.
