Besuch des House of One in Berlin

Bei der Vorbereitung der Gründung unseres Vereins stand natürlich u.a. die Frage, welche ähnlichen Vereine Initiativen und Vereine gibt es denn sonst noch so hier in Deutschland und u.a. sind wir bei dieser Recherche auf das House of One in Berlin gestoßen. Somit kam es gleich auf die Liste „Kennenlernen!“.

Vor ca. 2 Monaten kamen wir dann mit türkischen Flüchtlingen aus Weimar und Umgebung von der Initiative „Quelle“ ins Gespräch, die bereits vor zwei Jahren schon einmal dort und ganz begeistert waren und deshalb nochmals diesem Verein einen weiteren Besuch abstatten wollten. Dazu wurden wir von „Quelle“ angefragt, ob wir nicht mitkommen wollten, was wir sofort bejahten. Also sind wir am 13. Juni 2026 gemeinsam von Weimar mit dem ICE nach Berlin gefahren und sind dort vom gastgebenden Verein mit offenen Armen empfangen worden. Zwei sehr engagierte und kompetente Vertreterinnen haben uns das gesamte Projekt und seine Geschichte vorgestellt. Es ist das Ansinnen, unter einem vereinten Dach eine Moschee, eine Kirche, eine Synagoge und für den großen „Rest der Welt“ einen Begegnungsraum zwischen diesen drei heiligen Räumen anzubieten.

Diskussion mit Vertretern des House of One über deren Arbeit und Projekte (Quelle: eigenes Foto)

D.h., das House of One widmet sich nicht nur den drei großen Religionen, sondern auch der Vermittlung zum großen Rest der Gesellschaft, die sich keiner dieser Religionen angehörig fühlen. Es gibt eine Menge Veranstaltungen, die zum Dialog und Informationsaustausch einladen, es gibt verschiedenste Gottesdienste der Verein leistet aber auch sehr umfangreiche Beratungsarbeit. Egal ob es um Schulsozialarbeit, Religionsunterricht oder ethnische oder religiöse Spannungen in den Brennpunkten von Berlin gibt.

Unweit von ihrem heutigen Büro besuchten wir zum Schluss noch die Baustelle, wo sie ihr eigenes Gebäude mit den o.g. heiligen Räumen errichten wollen. Durch Corona, die nachfolgende Baupreisexplosion und etliche Probleme mehr ist der Bau aber in`s Stocken geraten. Der Abschluss ist bis spätestens 2030 geplant und wir sind natürlich zur Einweihung herzlich eingeladen worden.

Mitten im Zentrum Berlins ist die Baustelle des House of One, die wir auch besichtigt haben (Quelle: eigenes Foto)

Zum Schluß waren wir noch gemeinsam Mittag essen, bevor es am späten Nachmittag mit dem ICE wieder nach Thüringen nach Hause ging. Es war nicht nur ein wunderschöner Tag mit tollen Gesprächen und vielen neuen Eindrücken, sondern auch einer, an dem wir alle wieder hochinteressante Personen und ihr Engagement kennen lernen durften.

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